Stadthaus Dortmund

Das Stadthaus bleibt auch nach der Komplettsanierung bauliches Zeugnis der geschichtlichen Entwicklung Dortmunds. Gleichzeitig steht es als modernes Dienstleistungszentrum für Bürgernähe und Bürgernutzen.

Die Summe der kleineren und größeren Einzelmaßnahmen und das selbstverständliche Neben- und Miteinander historischer und neuer Schichten führen zu einem schlüssigen Ganzen. Einbündige Bürostrukturen werden als Zweibund ergänzt. Im Innenhof – um 1,80 Meter abgesenkt und mit einer neuen Zufahrt versehen – entstand das Herzstück: ein aufgeständerter transparenter Pavillon, in dem das Dienstleistungszentrum „Bürgerdienste International“ untergebracht ist.

Transparente Brücken verbinden es mit dem Hauptgebäude. Daneben wurden über 14.500 Quadratmeter im Bestand generalsaniert. Das Dienstleistungszentrum besteht aus einer großzügigen Servicelandschaft, die durch ihre klare Zonierung mit Wartebereich, Bedienplätzen, „Aktenpaternoster“ und Backoffice den reibungslosen Ablauf in diesem Bereich garantiert.

Darüber hinaus dienen die farbig bekleideten Aktenpaternoster mit ihren markanten Oberlichtlaternen als Licht- und Luftquelle. Besondere Herausforderung war bei allen Baumaßnahmen die Vereinbarung des Denkmalschutzes mit der modernen Nutzung sowie einem betriebskostenoptimierten und bauphysikalisch sinnvollen Konzept.

LeistungGeneralplanung
AuftraggeberSondervermögen Grundstücks- und Vermögensverwaltungsfonds Dortmund über Städt. Immobilienwirtschaft
BilderFotodesign Ulrich Wozniak

 

Denkmalschutz

Das Alte Stadthaus in Dortmund wurde 1899 von Stadtbaurat Friedrich Kullrich im Stil der Neurenaissance errichtet. Nach starker Beschädigung im Zweiten Weltkrieg wurde es in leicht vereinfachter Form wieder aufgebaut. Hauptnutzer des denkmalgeschützten Gebäudes ist die Dortmunder Stadtverwaltung. Heute ist dort unter anderem das Dienstleistungszentrum „Bürgerdienste International“ untergebracht.

Wesentliches Ziel bei der von agn durchgeführten Sanierung und Erweiterung des Alten Stadthauses war es, die Erfordernisse eines modernen Dienstleistungszentrums mit größtmöglicher Bürgernähe in das Gebäude zu integrieren und dabei die facettenreiche historische Bausubstanz zu sichern.

Über 14.500 Quadratmeter Geschossfläche wurde generalsaniert. Die besondere Herausforderung des betriebskostenoptimierten und bauphysikalisch ausgereiften Konzepts bestand darin, die Belange des Denkmalschutzes mit den vielfältigen Anforderungen der modernen Nutzung in Einklang zu bringen.

So wurde zum Beispiel weitestgehend auf eine zerstörungsfreie Installation geachtet, indem die Elemente der Raumautomation kabellos in Funktechnik ausgeführt worden sind. Eine gewerkeübergreifende Gebäudeautomation sorgt dafür, dass nur belegte Büros beheizt und beleuchtet werden. Über Präsenzmelder erfasst, wird beim Verlassen automatisch das Licht abgeschaltet; ist der Raum nicht belegt, wird auch nicht geheizt. Fensterkontakte reagieren auf geöffnete Fenster und geben den Impuls für das Sperren der Heizungsventile.

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