07.08.2019

Recycling beim Best-Practice Beispiel Rathaus Korbach

Der selektive Rückbau der Rathauserweiterung aus den 1970er Jahren in Korbach hat begonnen. Doch erst im dritten Schritt wird das Rathaus durch einen gleichermaßen schönen wie flächeneffizienten Neubau an derselben Stelle erweitert. Vorher werden die mineralischen Abbruchbaustoffe recycelt, um sie an Ort und Stelle wiedereinzusetzen.

In den letzten Wochen wurde der Bestand selektiv bis auf den Rohbau zurückgebaut. Alle Materialien wurden sortenrein ausgebaut und Schadstoffe sorgfältig entfernt. Sogar die Mineralik wird in Beton, Ziegel, Fliesen und Keramik getrennt.

Mit dem Abbruch wurde Anfang August begonnen, innerhalb von drei Wochen werden die Arbeiten abgeschlossen sein. Der Betonbruch wird von einem nahe gelegenen Recyclingbetrieb in einer mobilen Brechanlage weiter zerkleinert und gesiebt, so dass eine Körnung 4/22mm entsteht. Die rezyklierte Gesteinskörnung kann Primärmaterial nach den gültigen Richtlinien zu maximal 45% ersetzen und schont damit wertvolle Ressourcen. Im Betonwerk wird sie mit Zement und Wasser zu neuem Beton verarbeitet.

Ab Oktober 2019 wird aus dem RC-Beton das Tragwerk für den Neubau erstellt. Die Baumaßnahme wird vom Land Hessen gefördert und dient als Best-Practice Beispiel für andere Städte. Der Entwurf stammt von der ARGE agn-heimspielarchitekten

Leistungen ARGEWettbewerb, Objektplanung
AuftraggeberStadt Korbach, Magistrat
BilderAgentur printundtv

 

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