Max-Schmeling-Halle, Berlin

Der Entwurf für die Max-Schmeling-Halle entstand im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs für eine Box- und Judosporthalle der Berliner Olympiabewerbung 2000, der 1992 mit dem 1. Preis prämiert wurde.

Einer grünen begehbaren Brücke gleich, verbindet die Sporthalle Ost und West – die Stadtteile Wedding und Prenzlauer Berg. Die Suche nach einer räumlichen Balance zwischen dem Großbau und der urbanen Dichte leitete zu dem Konzept, die Halle zu siebzig Prozent in die am Standort vorgefundene Geländesituation einzugraben. Sie fügt sich so in die Topographie des überwachsenen Trümmerberges ein, hebt die Barrieren zwischen den Stadtteilen auf und wird integraler Bestandteil der Stadtlandschaft rund um den Mauerpark und Jahn-Sportpark.

Das gesamte Dach der Halle liegt auf sehr minimierten Stahlverbundstützen, die einen Glasumgang am Hochpunkt des Hügels bilden. Man kann sowohl von außen in die Arena blicken, als auch von den oberen Umläufen in die benachbarten Stadtteile. Die über den Wandelgang kragenden Oberränge gleichen mächtigen Betonschaufeln, die sich zum Zentrum dynamisch verjüngen und fast schwerelos in den Raum ragen. Über der Haupthalle spannt sich ein leicht gewölbtes Stahldach mit den Gesamtabmessungen von 108 x 86 Meter. In diesen schwebenden Dachkörper ist über der Arenamitte ein großes Fenster zum Himmel eingeschnitten.

LeistungArchitektur LP 2-7
BauherrOSB Olympia Sportstätten GmbH
Wettbewerb1. Preis
BilderBecker, Sönnecken
IOC / IAKS Award 1.Preis, Goldmedaille

Ähnliche Projekte und Magazinthemen