19.02.2019

QM-Audit

Interdisziplinäres Arbeiten braucht eine verlässliche Struktur. Diese Qualitätspolitik spielt bei der agn eine große Rolle und wird durch jährliche Audits mit internen und externen Prüfern abgesichert.

Interdisziplinäres Arbeiten braucht eine verlässliche Struktur. Diese Qualitätspolitik spielt bei der agn eine große Rolle und wird durch jährliche Audits mit internen und externen Prüfern abgesichert.

Im diesjährigen externen Audit überprüfte der TÜV Rheinland Ende Oktober neben der Projektarbeit im Büro auch die Umsetzung auf der Baustelle. Erstmals stand in diesem Jahr auch Hamburg im Fokus und konnte erfolgreich zertifiziert werden.

Unser QM-System regelt alle wichtigen Prozessstrukturen vom Projektanfang bis zum Projektabschluss. Dabei haben Qualitäten, Kosten und Termine höchste Priorität. Daneben organisiert und sichert das QM-System viele Workstandards, wie beispielsweise eine einheitliche Ordnerstruktur, die Regelung des Emailverkehrs oder die formale Gestaltung von Plänen und Dokumenten.

Bereits 1997 hatte sich agn entschieden, als einer der ersten großen deutschen Generalplaner ein eigenes Qualitätsmanagement-System zu entwickeln und es nach DIN ISO 9001 zertifizieren zu lassen. Das erste Audit durch den TÜV Rheinland fand im Oktober 1998 statt. Seitdem ist das QM-System der agn ununterbrochen zertifiziert.

Herr Scharlau, Sie waren ja von Anfang an mit dabei - wie kam es 1997 zu der Entscheidung, sich zertifizieren zu lassen?

Scharlau: In den Vergabeverfahren der öffentlichen Hand tauchte damals häufiger die Frage nach einem zertifizierten QM-System auf, nachdem 1995 die Novellierung der Qualitätsmanagementnorm erstmals die Zertifizierung von Dienstleistungen ermöglicht hat. Man darf nicht vergessen – das Qualitätsmanagement wurde ursprünglich für die Produktion entwickelt. In Deutschland wurde es zunächst von der Automobil-Branche genutzt.

Wie sind Sie denn an diese Aufgabe herangegangen?

Wir haben uns Hilfe geholt: Ein international tätiges Beratungshaus für Veränderungsprozesse in mittelständischen Unternehmen hat uns dabei unterstützt, unser grundlegendes System zu entwickeln. Ziel war es, normenkonform unsere täglichen Planungsprozesse im QM-System abzubilden. Um diese Mammut-Aufgabe intern zu bewältigen, wurden zudem zeitliche Ressourcen freigemacht – Marcel Hoefsloot, Heiner Robert und ich wurden als Qualitätsmanagementbeauftragte (QMB) der verschiedenen agn-Standorte benannt. Damals hatten wir dann sage und schreibe einen ganzen Ordner voller QM-Dokumente pro Abteilung und Standort. Mittlerweile sind alle QM-Dokumente im Intranet verfügbar.

Das QM-Kernteam:


Christian Scharlau
Standort Ibbenbüren

Sonja Solies
Standort Rhein-Main

Nadja Schuldes
Standort Ludwigsburg

Marcel Hoefsloot
Standort Hamburg

Die Anforderungen an das QM-System sind in der Zwischenzeit gewachsen, richtig?

Natürlich! Allein das Unternehmenswachstum hat viele Veränderungen bewirkt. Aber nach und nach konnten wir alle Mitglieder der agn-Gruppe in die Systematik aufnehmen. 1998 wurden zunächst die Standorte Ibbenbüren, Halle und Potsdam zertifiziert, dann kamen Ludwigsburg (2003), Bremen (2005), die Projektsteuerung (2010), die agn-Töchter siganet (2013) und energum (2015), agn rhein-main (2016) und agn leusmann (2018). Für dieses Jahr peilen wir die Zertifizierung unseres Münsteraner Standorts und eventuell auch Delmenhorst an. Im Zuge der Unternehmensentwicklung wurde das QM-System ständig den Arbeitsprozessen und mehrfachen Normnovellierungen angepasst und praxisorientiert optimiert.

Bei so vielen Standorten bedarf es sicherlich einiger Absprachen!

Das ist richtig. Wobei wir das als Generalplaner ja ohnehin gut kennen und können! Aktuell haben wir vier QMBs im Unternehmen, die jedoch alle auch im operativen Geschäft tätig sind. Das ist wichtig, denn das System muss ja vor allem praxistauglich sein. Neben Marcel Hoefsloot und mir sind heute Nadja Schuldes und Sonja Solies für das QM-System der agn verantwortlich. Unsere Stimmen haben alle das gleiche Gewicht, wir arbeiten im Konsens. Die standortübergreifenden QMB-Meetings finden alle drei Monate an einem der agn-Standorte statt. Es ist ein sehr ausgewogenes System – sie können es sich wohl vorstellen, wir QMBs lieben geregelte Abläufe!

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