07.10.2021

BIM-Projektabwicklung auf der Baustelle

Das Forschungszentrum ZESS ist termingerecht zum Stichtag am 07.10.2021 erfolgreich abgenommen und fertiggestellt worden, maßgeblich dazu beigetragen hat die Projektabwicklung mit BIM.

„agn hat effektiv bewiesen, durch BIM die Planung und Baurealisierung noch erfolgreicher gestalten zu können“

Matthias Schmitz-Brauer
agn-Bereichsleiter Baumanagement und Kalkulation

In exponierter Lage am neuen Quartiersplatz Nord in Bochum – Mark 51 Grad 7 – hat agn das Projekt für die Ruhr-Universität Bochum (RUB) geplant und realisiert. Das Forschungszentrum ZESS ist die Initialzündung für das Engagement der RUB auf dem ehemaligen Opel-Gelände und bildet die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Das Herzstück des Gebäudes ist ein zweigeschossiger Interaktionsraum, der aktuelle Forschungsergebnisse adäquat präsentiert.

In der Bauphase zeigten geometrische Kollisionsprüfungen und visuelle Bauablaufanimationen der BIM-Planung, inwiefern die Entwurfsidee und die Ausführungsplanung am besten baulich umgesetzt werden konnten. Durch den fortlaufenden Wissensabgleich aller Beteiligen anhand des virtuellen Modells ließen sich zeitnah zahlreiche technische Probleme lösen. Die Technikzentralen wurden koordiniert mit BIM geplant und daher ohne Kollisionen nahezu störungsfrei gebaut. Die BIM-Ausführungsplanung hat dazu maßgeblich beigetragen, da die Kollisionsplanung im „digitalen Zwilling“ nahezu perfekt war.

„Es gab weder eine einzige Behinderungsanzeige noch eine Bedenkenanmeldung, dazu hat die BIM-basierte Planung maßgeblich beigetragen. Das ist bei einer Projektgröße von 8.300 m² BGF und Baukosten von ca. 37 Mio. € sowie einem komplexen Bauwerk, das statisch sehr kompliziert aufgrund weitüberspannter Deckenfelder und zahlreicher wandartiger Träger ist, sehr bemerkenswert“, so Matthias Schmitz-Brauer. Auch zusätzliche Kernbohrungen in Betonkonstruktionen im Bauablauf kamen dank der BIM-Planung nicht zum Tragen. Das hat erheblich zur termingerechten Baurealisierung beigetragen und zusätzliche Kosten eingespart.

Der Innenausbau in den Bürotrakten wurde mit Lean Construction realisiert. Zahlreiche und sinnvolle Synergieeffekte der BIM-Planung haben auch diesen Prozess erleichtert. BIM und Lean Construction haben dazu einen wichtigen Beitrag geleistet, dem Generalunternehmer und uns als Baumanagement zu ermöglichen, die Taktplanung aufzustellen und zu steuern. Gewerke des Hochbaus wie auch der Technischen Gebäudeausrüstung konnten hier dank BIM mit einem Lean-Construction-Konzept "Hand in Hand" arbeiten. Innovation wurde so zum Erfolgsgaranten.

Erst in BIM entwickelt und geplant und dann mit BIM gebaut und termingerecht fertiggestellt: Der digitale Zwilling des späteren Gebäudes, der schon über sehr große Detailtiefe verfügte und den wir in jeder Bau- und Projektbesprechung genutzt haben – jetzt steht er da, ist fertiggestellt und für die Nutzung bereit. „Das ist ein sehr gutes Gefühl, dass wir das Projekt dank der BIM-Planung jetzt termingerecht in die Nutzung für die RUB übergeben können“, sagt Matthias Schmitz-Brauer, denn „im Baumanagement haben wir die Chance, die die Planung in BIM uns geboten hat, dazu angenommen, das Bauvorhaben präziser und effizienter zu realisieren“.

Bernhard Bergjan als Geschäftsführender Gesellschafter und verantwortlicher Projektbegleiter bei agn sagt dazu: „Als echtem Generalplaner fällt uns die Einführung der Methode BIM sicherlich ein wenig leichter als immer wieder wechselnden Planerteams, trotzdem haben wir viel investiert und freuen uns, dass BIM für uns auf der Baustelle angekommen ist und deutliche Verbesserungen bringt. Unser Dank gilt dem kompletten Team, dem Bauherrn, den ausführenden Firmen und natürlich unseren eigenen Kolleginnen und Kollegen“. 

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