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Exerzitienhaus Kloster Nette, Osnabrück

Die historisch gewachsene Anlage des Klosters Nette stammt teilweise aus dem 17. Jahrhundert. Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Ergänzungen wie Gästehaus, Josefshaus und das heutige Exerzitienhaus hinzugefügt. Insbesondere das Exerzitienhaus entsprach baulich und funktional nicht mehr den Bedürfnissen. Das neue Exerzitienhaus wurde als Pendant zum alten Herrenhaus angeordnet und fasst zusammen mit Herrenhaus, Kapelle und Josefshaus den Klosterhof. Der Neubau schafft in dreißig Einzelzimmern Raum für Besucher des Klosters. Über die reine Beherbergungsfunktion hinaus sind Räume für Veranstaltungen und die Speisenversorgung der Gäste angeordnet, die auch unabhängig von den Unterkünften genutzt werden können. Die gewählten Materialien sorgen für Einbindung in das denkmalgeschützte Ensemble und machen die verschiedenen Funktionen des Neubaus ablesbar. Für die Fassade der Unterkünfte wurden geschlämmte Ziegel, für die öffentlichen Zonen Sichtbeton eingesetzt. Differenziert nach Bauteilen ist auch der Duktus der Fassadenöffnungen mit Lochfassaden für die Unterkünfte und geschosshohen, großzügigen Verglasungen für die öffentlichen Zonen. Energetisch übertrifft der Neubau die gültigen Vorgaben. Zur Optimierung der Energiebilanz wurden passive Maßnahmen (zum Beispiel im Bereich der Gebäudehülle) vorgesehen.

 

Leistung: Machbarkeitsstudie, Generalplanung
Bauherr: Kloster Nette, Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens, Osnabrück

Fotos: Uwe Sülflohn, Oberzissen