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InnovationsCentrum Osnabrück

Der U-förmige Neubau des InnovationsCentrums Osnabrück (ICO) bietet jungen Unternehmen und Existenzgründern auf drei Geschossen ein erstes Büroumfeld. Die Haupterschließung, eingebunden in einen zum Hof gewandten Luftraum, dient dem Gebäude als lebendiger und kommunikativer Treffpunkt. In den beiden Flügeln des Gebäudes sind Büroräume untergebracht, die dank Systemplanung flexibel nutzbar sind. So kann die Raumstruktur an die jeweiligen Mieterwünsche angepasst werden.
Im Kopfbau befinden sich die gemeinschaftlich genutzten Räumlichkeiten. Die Besonderheit ist ein Workshop- und Coworking-Bereich. Hier können Arbeitsplätze spontan für einen Tag, eine Woche oder auch einen Monat angemietet werden. Im ersten Obergeschoss können Großraumbüros eingerichtet werden, außerdem ist dort der zentrale Serverraum untergebracht. Die Zusammenführung aller Datenpunkte ermöglicht eine energieeffiziente Nutzung der Geräteabwärme. Im zweiten Obergeschoss befindet sich ein Veranstaltungsbereich, in dem Seminare und Konferenzen mit 20 bis 150 Teilnehmern möglich sind.
Das Energiekonzept des ICOs orientiert sich am Passivhausstandard und ermöglicht dadurch niedrige Verbrauchs- und Nebenkosten. Eine Wärmepumpenanlage, deren Wärmequelle ein 65 Meter (insgesamt 2600 Bohrmeter) tiefes Erdsondenfeld ist, versorgt das Gebäude im Winter mit Wärme. Im Sommer wird dieses Geothermiefeld umgekehrt genutzt und kühlt das Gebäude durch eine „Freie Kühlung“ über eine flächendeckende Betonkernaktivierung. Die dadurch vermiedene konventionelle Kälteerzeugung spart Strom und führt zu einer deutlichen Reduzierung der CO2-Bilanz. Das  Energiekonzept unterschreitet die EnEV 2009 um nahezu 60%.

Haupteingang ICO
Ansicht von Westen
Ansicht von Süden
Eingangsforum
Haupterschliessung
Veranstaltungsbereich mit Seminarräumen

Leistung: Generalplanung LPH 2-9
Fertigstellung: März 2014
Bauherr: ICO Immobilien GmbH
dena-Label "Good Practice Energieeffizienz 2014"

Fotos: Jörg Albano-Müller, Münster