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Kunsthaus Kloster Gravenhorst, Hörstel

Die Umnutzung, der Umbau und die Restauration des denkmalgeschützten Gebäudekomplexes umfassten das ehemalige Zisterzienserinnenkloster aus dem 13. Jahrhundert, die Mühle sowie das Back- und Brauhaus. Viele Teile des Gebäudes waren stark zerstört, andere geprägt durch zahlreiche bauliche Ergänzungen und Überformungen. Das Sanierungskonzept trug den verschiedenen Epochen Rechnung. Deshalb stehen erhaltene und sanierte Elemente wie das dreiteilige gotische Maßwerkfenster von 1400, die Spitzbogenfensterumrisse des ehemaligen Kreuzganges oder der Stufengiebel aus der Renaissance neben modernen Elementen wie dem monolithischen Treppenhaus aus Beton. Anderes wurde zitiert und abstrahiert, wie das System ehemaliger Versorgungskanäle: Das Wasser aus den Regenrinnen wird durch schmale Sandsteinspuren in die Gräfte geleitet. Die Außenfassaden wurden mit einem witterungsbeständigen Muschelkalkputz versehen, der das Mauerwerk füllt und die an vielen Stellen stark beschädigte und überformte Struktur optisch vereinheitlicht. Heute ist das zum Kunsthaus umgenutzte und sanierte Kloster Gravenhorst ein multifunktionales Veranstaltungsforum mit moderner Ausstellungs-, Bühnen-, Licht- und Tontechnik.

Ansicht Kunsthaus Kloster Gravenhorst, Hörstel

Leistung: Generalplanung
Fertigstellung: März 2004
Bauherr: Kreis Steinfurt

Fotos: Andreas Wiese, Düsseldorf

Ansicht Südflügel Eingang Foyer
Ansicht Saal Kunsthaus
Ansicht Treppenhaus Kunsthaus